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Munich American Peace Committee (MAPC)
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Unterschriften-Aktion für US-Kriegsdienstverweigerer in Kanada.

Das Munich American Peace Committee lädt Sie/Dich dazu ein, an einer internationalen Kampagne für Asyl von US-Kriegsdienstverweigerern in Kanada teilzunehmen. Unten finden Sie den Text und die Übersetzung eines Briefes, der von einer amerikanischen Friedensgruppe in Frankreich (Americans Against War) geschrieben wurde. Wenn Sie einverstanden sind, können Sie den Brief unterschreiben und per Post verschicken.

Ein normaler Brief macht normalerweise einen größeren Eindruck als eine e mail. Er kostet 1,70€ Postgebühr.
Wir geben Ihnen aber auch die Email Adresse, falls Ihnen das lieber ist:

Der englischsprachige Brief als pdf-Datei.  Ein Artikel dazu bei Courage to Resist.     Deutsche Übersetzung dieses Artikels.

Minister of Citizenship and Immigration Diane Finley
Ottawa, Ontario K1A 1L1
CANADA

 Subject: LET U.S.A. WAR RESISTERS STAY IN CANADA

 Dear Ms.Finley,
 
   I am writing to ask you to make a provision for sanctuary for the scores of U.S. military service members currently in Canada, most of whom have traveled to your country in order to resist fighting in the war on Iraq.
  Between 1965 and 1973, 50,000 Americans were able to take refuge in Canada when resisting to fight the war on Vietnam.
  Today Canada again faces the choice of whether to give refuge to resisters of an unjust war. Since immigrating to Canada has become much harder now, war resisters are seeking refugee status in accord with United Nations guidelines:
    
  „Soldiers who refuse to fight in wars that are widely condemned by the international community as contrary to standards of human conduct should be considered as refugees.“
  
  The Canadian Refugee Board, however, has refused to hear arguments that the war in Iraq is illegal, and it continues to reject these claims.
  The first two U.S. objectors to apply, Jeremy Hinzman and Brandon Hughey, were recently denied a hearing on their appeal by the Supreme Court of Canada. For more information, see:
http://www.couragetoresist.org/x/content/view/426/99/ and http://www.resisters.ca/resisters_stories.html
  
  Robin Long nearly became the first war resister to be deported. We are thankful that Canadian immigration officials have put his deportation on hold. However, he and other U.S. war resisters still face deportation—even before a decision by the Supreme Court of Canada.
  Regardless of the decisions of the Refugee Board or the courts, the Canadian government should not become party to the persecution of war resisters. If forced back to the U.S., soldiers of conscience face years of incarceration and stigmatizing discharges. Although unlikely, even the death penalty remains a possible penalty for desertion in wartime under the U.S. military’s Uniform Code of Military Justice.
 
  Nearly two of three Canadians are in favor of U.S. war resisters being allowed to stay according to a recent poll, and of course many wonderful Canadians have opened their homes to resisters from the U.S.A.. Please continue Canada’s rich tradition of being a refuge from militarism.
   
  I ask that the Canadian government demonstrate its commitment to international law.
  I seek your assurance that U.S. war resisters will not be forced to leave Canada.
 
  Sincerely,
An Diane Finley    Ministerin für Staatsangehörigkeit und Immigration

Lasst die Kriegsverweigerer in Kanada bleiben!

Sehr geehrte Frau Finley,
ich schreibe, um Sie zu bitten, eine Asylregelung für die vielen Mitglieder des US-Militärs, die zur Zeit in Kanada sind, zu befürworten. Die meisten von ihnen sind in Ihr Land gereist, um den Kampf im Irakkrieg zu verweigern.
Zwischen 1965 und 1973 haben 50.000 Amerikaner Zuflucht in Kanada gefunden, weil sie den Krieg in Vietnam verweigert haben.
Heute steht Kanada wieder der Entscheidung gegenüber, Kriegsdienstverweigerern eines ungerechten Krieges Asyl gewähren. Weil die Einwanderung nach Kanada nun viel schwerer geworden ist, beantragen Kriegsdienstverweigerer den Flüchtlingstatus gemäß den Statuten der Vereinten Nationen:
„Soldaten, die sich weigern, in Kriegen zu kämpfen, die von der internationalen Gemeinschaft verurteilt werden, weil sie nicht mit den Standards des menschlichen Verhaltens zu vereinbaren sind, sollten als Flüchtlinge anerkannt werden.“
Das kanadische Flüchtlingsgremium hat sich geweigert, Argumente wahrzunehmen, daß der Krieg im Irak illegal ist, und es weist diese Ansprüche weiterhin zurück.
Die Berufung der ersten beiden Kriegsdienstverweigerer, Jeremy Hinzmann und Brandon Hughey, vor dem Obersten Gerichtshof wurde erst kürzlich zurückgewiesen. Für weitere Informationen lesen Sie:
http://www.couragetoresist.org/x/content/view/426/99/  und 
http://www.resisters.ca/resisters_stories.html
Robin Long und andere GIs werden bald abgeschoben, auch vor der Entscheidung des Obersten Gerichts. 
Ungeachtet der Entscheidungen des Flüchtlingsgremium sollte die kanadische Regierung an der Verfolgung von GIs nicht teilnehmen.Wenn sie gezwungen werden, in die USA zurückzugehen, drohen ihnen unehrenhafte Entlassungen, Jahre im Gefängnis und sogar die Todesstrafe.
Nach einer Umfrage sind fast zwei von drei Kanadiern dafür, US-Kriegsdienstverweigerer Bleiberecht zu geben. Viele Kanadier haben GIs in ihre Häuser aufgenommen.Bitte, lassen Sie uns Kanadas reiche Tradition als Flüchtort vor Militarismus weiterführen.
Ich bitte darum, das die kanadische Regierung ihreVerpflichtung gegenüber internationalen Gesetzen demonstriert.
Ich ersuche Ihre Zusicherung, daß US-Kriegsdienstverweigerer nicht gezwungen werden, Kanada zu verlassen.

Hochachtungsvoll,



Übersetzung des Textes auf der Webseite der Gruppe Courage to Resist

US-Kriegsdienstverweigerer  brauchen Ihre Hilfe

Gerry Condon, 12. 9. 2007

Tausende junger Männer und Frauen der U.S. Armee haben sich ohne Genehmigung von der Truppe entfernt. Sie werden Deserteure genannt, aber sie haben sich nicht von ihrem eigenen Gewissen entfernt. Und sie haben ihre moralischen Werte und das Gesetz nicht verlassen. Ganz im Gegenteil. Sie nehmen erhebliche persönliche Risiken und Unannehmlichkeiten auf sich und haben die sehr bewusste Entscheidung getroffen, sich von einem illegalen und unmoralischen Krieg zu distanzieren. Sie sind unsere Antikriegshelden. Sie verdienen unsere volle Unterstützung. Und sie brauchen sie dringend.

Einige hundert desertierte GIs leben im Moment in Kanada. Sie kommen aus der U.S. Armee, aus der Marine, der Navy und der Air Force. Viele davon haben im Irak gedient und sich geweigert, zurückzugehen. Statt dessen sind sie mit ihren Familien nach Kanada gezogen. Mit der Unterstützung vieler Kanadier bemühen sie sich für sich selbst ein neues Zuhause und für Kriegsdienstverweigerer einen Zufluchtsort zu schaffen.

Nahezu fünfzig der Kriegsdienstverweigerer haben kanadische Behörden gebeten, als politische Flüchtlinge in Kanada bleiben zu dürfen. Sie sind der festen Überzeugung, dass sie das Richtige tun, indem sie gegen den illegalen Krieg kämpfen. Sie beziehen sich auf das Flüchtlingsgesetz der Vereinten Nationen, das besagt, dass Soldaten als Flüchtlinge anerkannt werden müssen, wenn sie verfolgt werden, weil sie sich weigern in Kriegen zu kämpfen, die von der internationalen Gemeinschaft verurteilt werden, weil sie gegen die Standards des menschlichen Verhaltens verstoßen.

Diese GI’s halten an den Nürnberger Prinzipien fest, die von der U.S. Gesetzgebung nach dem 2. Weltkrieg übernommen wurden. Indem sie sich weigern, illegale Kriege zu kämpfen oder Kriegsverbrechen zu begehen, üben sie nur ihre Rechte und ihre Verantwortung als Soldaten aus.

Bis jetzt wurden die Flüchtlingsansprüche der Kriegsdienstverweigerer von den politischen Verantwortlichen der Flüchtlingsgremien zurückgewiesen, die sich darauf berufen, dass Kriegsdienstverweigerer in der USA legale Möglichkeiten hätten, die sie wahrnehmen könnten. Sie behaupten, dass die Verfolgung, die ein Entfernen von der Truppe nach sich zieht, nicht mit einer üblichen Verfolgung zu vergleichen ist. Und sie sträuben sich, den Krieg der USA als illegal anzuerkennen.

Aber die Kriegsdienstverweigerer kämpfen für ihre eigenen Rechte und für die internationalen Gesetze. Sie erheben Einspruch beim kanadischen Landesgericht. Jeremy Hinzman und Brandon Hughey, die ersten beiden Kriegsdienstverweigerer der USA, die den Flüchtlingsstatus beantragt haben, sind mit ihrem Einspruch vor das oberste kanadische Gericht gezogen. Ihr Anwalt, Jeffry House, ist optimistisch, dass das oberste Gericht die ablehnenden Entscheidungen des Flüchtlingsgremiums und der Landesgerichte, die diese mitgetragen haben,  überstimmen wird. Im November wird das oberste Gericht darüber entscheiden, ob es im Fall der Kriegsdienstverweigerer zu einer weiteren Anhörung kommt.

Aber die Kanadier warten nicht auf die Entscheidung des obersten Gerichtshofes. Zehntausende von ihnen haben eine Petition unterzeichnet, in der sie ihre Regierung dazu auffordern, eine Schutzpolitik für US- Kriegsdienstverweigerer zu schaffen. Die Unterstützungskampagne für Kriegsdienstverweigerer, die von Organisationen, wie der „Canadian Labour Congress“ und der „United Church of Canada“ mitgetragen werden, helfen Kriegsdienstverweigerern in den verschiedensten Städten Kanadas.

Nun ist es an der Zeit für alle Menschen auf der ganzen Welt, ihre Stimmen zu erheben.

Sagt der kanadischen Regierung, dass die Kriegsdienstverweigerer einen sicheren Zufluchtsort in Kanada brauchen und verdienen. Die kanadische Bevölkerung und die Regierung haben sich gegen den Irakkrieg ausgesprochen. Und laut einer neuen Umfrage sprechen sie sich für Kriegsdienstverweigerer aus. Es ist nun an der Zeit für die kanadische Regierung, das Richtige zu tun.