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Electoral College

AMY GOODMAN
Die Autorin von "The Exception to the Rulers", die Journalistin Amy Goodman, die u.a. auch für ihre Enthüllungen von Lügen, Korruption und Verbrechen der von den großen Medienimperien gehätschelten Machtelite ausgezeichnet wurde, will der schweigenden Mehrheit eine Stimme geben. In ihren Vorträgen zitiert sie oft die Anthropologin Margaret Mead: "Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe begeisterter und denkender Menschen die Welt verändern kann und schon immer verändert hat." Auch ihr Buch ist ein Aufruf, nach diesem Prinzip zu handeln. Seit vielen Jahren kämpft Amy Goodman gegen das Washingtoner Establishment und seine Verbündeten aus der Wirtschaft und für eine Stimme für die Sprachlosen. Seit 1996 leitet sie die Radio- und Fernsehschau "Democracy Now" den größten unabhängigen Medienverbund in Nordamerika. "Democracy Now" ist eine Bürgerbewegung und keine der üblichen Talk Shows.

Hören Sie jetzt das letzte Kapitel von Amy Goodmans Buch "Free the Media"
 
"Wir müssen und werden die Medien befreien"
Die Medien dürfen kein Werkzeug in den Händen der Mächtigen sein, sondern die Plattform für die wichtigsten Fragen unserer Zeit: Für Krieg und Frieden, für Freiheit und Tyrannei. Die Diskussionen über diese Themen müssen mehr sein als das übliche Politgeplänkel zwischen Demokraten und Republikanern. Wir müssen heraus aus dem Glashaus und die Schranken niederreißen, die unsere Debatten bisher bestimmt haben. Wir brauchen ein demokratisches Informationsmedium, das uns Hoffnung gibt, weil es über Aktionen und Organisationen berichtet, die für uns wichtig sind. Wenn wir erst einmal erleben, dass man unsere Nachbarn ernst nimmt, wenn sie sich wehren gegen das, was ihnen in Wort und Bild vorgesetzt wird, dann bekommen auch wir Mut und spüren, dass auch wir etwas verändern können.
Gesellschaftliche Veränderungen entspringen nicht der Köpfen von Generälen oder Präsidenten - im Gegenteil - oft sind es gerade die Mächtigen, die  jede Veränderung blockieren. Das Neue beginnt bei den ganz gewöhnlichen Menschen und ihrer Arbeit in ihren Gemeinden. Und genau dort sollten auch die Medien beginnen. Es ist nicht die Aufgabe der Medien, mit allen Menschen, allen Gruppen, mit der Regierung und den Mächtigen übereinzustimmen. Aber sie sind dafür verantwortlich, dass alle Stimmen zu Worte kommen. Danach können sich die Menschen selbst eine Meinung bilden und das Ergebnis wäre eine ganz neue Politik: Statt Kungeleien im Hinterzimmer, offene, transparente und lebendige Debatten. So sieht Demokratie aus!
So sah 1999 Seattle anläßlich der ersten Ministerkonferenz der WTO, der Weltwirtschaftskonferenz in den USA aus.  
Der was???? Genau. Kaum jemand hat je etwas von dieser mächtigen Institution gehört. Sie ist ein geheimnisvolles, nicht gewähltes Organ, das mit tatkräftiger Unterstützung durch Präsident Clinton 1995 in Genf gegründet wurde. Sie darf zum Wohle des freien Handels nationale Gesetze kippen. Hinter verschlossenen Türen haben namenlose Bürokraten aus 146 Ländern und multinationale Konzerne beschlossen, dass unsere nationalen, demokratisch gewählten Regierungen gerne Gesetze zum Schutz der Arbeiter und der Umwelt  verabschieden können, diese aber vor der WTO keinerlei Bestand haben werden.
Die betroffenen Bürger sollten von all dem nichts erfahren. Alles ging völlig lautlos über die Bühne und in der amerikanischen Presse wurde die WTO kaum erwähnt. Die Medien - deren Muttergesellschaften von diesem geheimen Handelsabkommen profitierten  -  hatten entschieden, dass wir das ja gar nicht verstehen würden und es für einen 8-Sekunden-Beitrag viel, viel zu kompliziert sei.
Aber zum großen Ärger der Mächtigen hatten Zehntausende auf der ganzen Welt sehr wohl verstanden. Sie alle kamen nach Seattle und zeigten dieser Wirtschafts-Schattenregierung was sie fühlen, wenn man ihnen ihre Demokratie, ihre Arbeit, ihre Umwelt und ihr Mitspracherecht stiehlt. Es waren religiöse Menschen, Gewerkschaftler, Ärzte, Krankenschwestern, Umweltaktivisten, Studenten und Stahlarbeiter, die sich zu einem Aufstand gegen die Mächtigen der Wirtschaft zusammengeschlossen hatten. Doch es gab noch ein Riesenproblem: welche Medien würden über ihre Aktionen berichten? Die großen Mediengesellschaften würden die Proteste nur verniedlichen und falsch auslegen oder überhaupt ganz verschweigen.
So entstanden ganz neue Medien. Zu jeder Veranstaltung nahmen die Teilnehmer Papier und Bleistift, Tonbandgeräte und Videokameras mit. Im Stadtzentrum von Seattle wurde ein unabhängiges Medienzentrum (IMC- Independent Media Center) gegründet, das dank leistungsstarker Computer, die Welt im Internet mit Radio-, Video- und Zeitungsberichten belieferte, die auf der Strasse produziert worden waren. Anstatt den Aufstand gegen die das Big Business durch die Linse der Mediengesellschaften beobachten zu lassen, nahmen sie die Berichterstattung selbst in die Hand.
Bei den Protestmärschen wurden Zehntausende Opfer von polizeilichen  Tränengas- und Pfeffersprayangriffen und Gummigeschossen. Zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg erklärte der Bürgermeister von Seattle den Ausnahmezustand. Die Stadtverwaltung richtete "protestfreie Zonen" ein.
Als die Zusammenstösse in den Strassen zunahmen, buchten die Sender aus New York und Atlanta Flugzeuge und Hotelzimmer, um die Ereignisse aus sicherer Entfernung aufzunehmen. Das war die Stunde des neuen IMC. Wenn einer ihrer Kameraleute mit Tränengas beschossen oder festgenommen wurde, reichte er seine Videokamera einfach an den Nächststehenden weiter. Als wir von  "Democracy Now" zusammen mit den Journalisten von IMC versuchten, die Öffentlichkeit über die Ereignisse zu informieren, wurden wir stundenlang von Polizisten in futuristischen schwarzen Kampfanzügen schikaniert und mit Tränengas beschossen.  
Während die Mediengesellschaften berichteten, dass die Polizei keine Gummigeschosse eingesetzt habe, zeigte IMC Bilder, wie wir solche Geschosse massenweise von der Strasse aufhoben. Während die offiziellen Sender über die Protestierenden herzogen und immer und immer wieder die Aufnahmen von der einzigen zerbrochenen Schaufensterscheibe zeigten, interviewten IMC-Reporter Mütter, Väter, Töchter und Söhne, die nach Seattle gekommen waren, um gegen die Bedrohung durch die WTO zu protestieren. In diesen Berichten hatten die Menschen echte Namen, echte Jobs und echte Anliegen. Die anderen Stationen ließen verlauten, dass sie weder über verantwortungslose und illegale Aktivitäten berichten würden noch den protestierenden Gruppen die gewünschte Aufmerksamkeit zukommen lassen wollten.
Hätte es diese Art von Medienpolitik schon in den 50er Jahren gegeben, niemand hätte je etwas von Martin Luther King und seinen Anhängern erfahren.

Die Menschen hungern nach ungefilterten Echtzeitberichten aus der Sicht realer Menschen. Dieser Hunger ist so groß, dass während der "Schlacht von Seattle" mehr Zugriffe auf die nagelneue Website indymeadia.org als auf cnn.com erfolgten.
Einige der Mainstream Medien sahen sich sogar gezwungen, ihr Versagen einzugestehen. So schrieb der "Christian Science Monitor", dass diejenigen, die sich ernsthaft über die WTO und die Kritik an ihr informieren wollten, durch die website der Unabhängigen mit ihren kessen, frischen und dramatischen Videoberichten besser unterrichtet wurden, als durch die Fernsehberichte der traditionellen Medien mit ihren ewigen Wiederholungen und Interviews mit den üblichen Verdächtigen.
Der Christian Science Montitor wagte sogar die kühne Vorhersage, dass es durchaus möglich wäre, dass sich ein oder zwei dieser unabhängigen Mediennetze zu einem großen Nachrichtenforum entwickeln könnten, besonders dann, wenn man das in Seattle praktizierte Modell der unabhängigen Open Source Berichterstattung fortsetzt. Das Open-Source-Internet ist gerade dabei, die Geschäftswelt zu verändern,  warum sollte dies nicht auch bei den Medien gelingen?

Ein Medium für die Menschen
Dank der Globalisierung verfügt die Wirtschaft über eine bisher nie gekannte Machtfülle. Mehr als die Hälfte der 100 größten Wirtschaftssysteme befinden in den Händen von Konzernen. Damit ist das Konzept des Nationalstaates ernsthaft in Frage gestellt. Was die Konzerne jedoch am meisten fürchten ist, dass  Basisgruppen und unabhängige Journalisten sich derselben Mittel bedienen und ihrerseits eine Globalisierung, eine Basisglobalisierung ins Leben rufen.
Das geschieht teilweise schon. Getragen von der Welle der öffentlichen Zustimmung  in Seattle  entstand eine Mediendemokratie, die sich gegen die geballte Macht der Medienimperien für eine unabhängige Berichterstattung einsetzt. Weltweit wird ein  IMC (Independent Media Center) nach dem anderen gegründet. Bis heute sind es bereits über 100. Immer mehr Menschen lernen, mit dem Internet umzugehen, um die Informationslücken der offiziellen Medien zu füllen. Die Bewegung "Medien und Demokratie" ist der Anfang einer Revolution, ist ein kühner Schritt in Richtung auf ein neues Jahrtausend des Widerstands.
Democracy Now! ist bereits heute der größte Medienverbund in den USA. Wir scheuen keine Mühe, um die Menschen zu erreichen: wir senden auf Hunderten von Radio-  und Fernsehstationen, stellen Audio- und Videobeiträge ins Internet, beliefern Satellitenfernsehen und Radiokurzwellensender. Wie bereits IMC in Seattle informiert Democracy Now! die Bürger über den Zugang zu öffentlichen Informationskanälen und führt den Mainstream Medien vor, dass es durchaus einen Markt für Bürgernachrichten gibt. Jetzt kann jede Gemeinde die Weltnachrichten mit Beiträgen über die Aktionen ihrer eigenen, lokalen Basisgruppen ergänzen. Und das hat weitreichende Auswirkungen, denn nun ist man mitverantwortlich für die Nachrichtenvielfalt in den USA, jetzt genügt es nicht mehr, nur die Kriegstrommeln zu rühren oder den Mächtigen in Regierung und Wirtschaft als Plattform zu dienen.

Hoffnungen und Siege
"Zweifle niemals daran, dass eine kleine Gruppe, begeisterter und denkender  Menschen etwas ändern kann. Im Gegenteil nur so läßt sich etwas ändern." Das hat Margret Mead vor mehr als einem halben Jahrhundert gesagt. In unseren bewegten Zeiten, da die Macht der Konzerne unüberwindlich scheint, ist das Schweigen der Mainstream Medien geradezu Ohren betäubend und echte Demokratie ein ferner Traum - wo bleibt da noch Platz für Hoffnung?
Zum Beispiel in den Todeszellen von Illinois! Im Januar 2003 wandelte Gouverneur George Ryan, ein konservativer Republikaner, 163 Todesurteile um und begnadigte 4 weitere Todeskandidaten. "Weil das System der Todesstrafe in Illinois willkürlich und unberechenbar und deshalb unmoralisch" sei wollte er mit dieser Tötungsmaschinerie nichts zu tun haben, erklärte damals George W. Bushs  bis in die Knochen konservativer Wahlhelfer.
Ryan unternahm diesen tapferen Schritt nicht aus einer plötzlichen Laune heraus. Er war das Ergebnis jahrelanger, einsamer undankbarer Bürgerproteste gegen die Todesstrafe. Mütter von zum Tode Verurteilter hatten nie den Kampf für ihre Söhne aufgegeben, Studenten der Northwestern University und ihr Professor Dave Protess hatten die Akten der Männer in den Todeszellen untersucht und dabei manchmal die wirklichen Mörder entdeckt. Zwei engagierte, investigative Reporter der einflußreichen Chicago Tribune hatten Schritt für Schritt, Urteil für Urteil rassistische Fehlurteile aufgedeckt. Gemeinsam gelang es den Müttern, den Aktivisten, den Studenten und den Reportern, die Einstellung zur Todesstrafe in Illinois bis hin zum Gouverneur zu verändern. Ein Mitglied der Koalition  gegen die Todesstrafe in Illinois brachte es auf den Punkt als er sagte: "Die Todesstrafe kann nur überleben, weil niemand die Wahrheit sagt."
Genau das Gleiche könnte man über Henry Kissinger sagen. Während man in den USA den früheren Außenminister von Nixon und Ford immer noch als Elder Statesman sieht, ist er in den Augen der Welt ein Kriegsverbrecher, der für den Tod von Tausenden verantwortlich ist, für Tote in Chile, Vietnam, Laos, Argentinien, Osttimor und Kambodscha und für viele mehr. Vor jeder Auslandsreise muß er sich beim Außenministerium erkundigen, ob er am Reiseziel vor Verfolgung sicher sein kann, damit es ihm nicht so ergeht wie seinem Freund, dem chilenischen Diktator Augusto Pinochet, der während eines Klinikaufenthalts in England wegen seiner Kriegsverbrechen festgenommen worden war. Selbst in den USA gerät Kissinger allmählich immer mehr unter Druck seitdem der Reporter Seymour Hersh seine Kriegsverbrechen der letzten 30 Jahre sorgfältig aufgelistet hat. Es gab einen öffentlichen Aufschrei, als Präsident Bush den früheren Außenminister zum Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses für den 11. September berief. Und so holte ihn zu guter Letzt die Strafe für seine lebenslange Mißachtung der Menschenrechte ein und er mußte unehrenhaft zurücktreten.
Und es gibt noch mehr Grund zur Hoffnung:
Die Staatsgründung von Osttimor oder auch die Freilassung und Begnadigung von zu Unrecht verurteilten Afroamerikanern in Tula in Texas.

Was denkt die Welt über Amerika?
Weltweit gibt es zwei Bilder von den USA:
1.    Das Schwert.
Die USA beliefern die meisten Diktaturen dieser Welt mit den Waffen, mit denen diese ihre Bürger töten. Auch in Osttimor, Guatemala, Nigeria, El Salvador, Iran, Irak und Chile standen eine Reihe amerikanischer Regierungen auf tragische Weise auf der falschen Seite.

2.    Das Schutzschild
Alle Welt weiß, dass wir die Macht haben, kriegerische Auseinandersetzungen zu beenden und Schutz zu bieten gegen Ungerechtigkeit, Brutalität und Tyrannei. Doch in Osttimor wurde dieses Schutzschild mit Blut befleckt.
Heute zittern Millionen beim Anblick der größten Supermacht der Welt. Aber  die wahre Macht dieses Landes sind nicht sein Militär, nicht die Regierung oder die Konzerne - die wahre Macht liegt in den Händen der einzelnen Menschen, die Tag für Tag dafür kämpfen, dass es ihrer Gemeinschaft besser gehen möge. Deshalb brauchen wir Medien, die von unten nach oben wirken und den wahren Charakter dieses Landes und seiner Menschen widerspiegeln. Demokratische Medien im Dienste einer demokratischen Gesellschaft. Wir müssen uns jeden Tag aufs Neue entscheiden, ob wir für das Schwert oder das Schild sind. 



AMY GOODMAN
author of the book, „The Exception to the Rulers“ an award winning journalis who exposes the lies, corruption and crimes of the power elite – an elite that is bolstered by lage media conglomerates. Her goal is „to go where the silence is, to give voice to the silenced majority“. Goodman often quotes Margaret Mead in her talks in the USA „Never doubt that a small group of thoughtful, committed people can change the world. Indeed, it’s the only thing that ever has.“ This book informs  and empowers people to act on that principle.
For years Amy goodman has confronted the Washington establishment and ist corporate cronies while giving voice to the voiceless. She is host to the national radio and TV show „Democracy Now“ which began in 1996. It is now the largest public media collaboration in North America. Democracy Now is not just a show, it is a movement.
Here is the last chapter from Goodman’s book called „Free the Media“

We need to free the media – and we are
Media should not be a tool only of the powerful. The media can be a platform for the most important debates of our day: war and peace, freedom and tyranny. The debate must be wide ranging-not just a narrow discussion between Democrats and Republicans embedded in the establishment. We need to break open the box, tear down the boundaries that currently define acceptable discussion. We need a democratic media.
    A democratic media gives us hope. It chronicles the movements and organizations that are making history today. When  people hear their neighbors given a voice, see their struggles in what they watch and read, spirits are lifted. People feel like they can mke a difference.
    Social change does not spring forth from the minds of generals or presidents-in fact, change is often blocked by the powerful. Change starts with ordinary people working in their communities. And that’s were media should start as well. The role of the media isn’t to agree with any person or group-or with the government or the powerful. But the media does have a responsibilitay to include all voices in the discourse. Then let the people decide. This is a new kind of power politics. Instead of backroom deals, it’s open air rallies, public, transparent, and full of lively debate. That is what democracy looks like.
    It’s what Seattle looked like in 1999. The occasion was the first inisterial conference in the US of the World Trade organization (WTO)
The who?
Exactly. People had barely heard of this powerful institution. it’s an unelected secretive body,  established in Geneva in 1995 with strong support from Pres. Bill Clinton that has the power to overrule local laws in the name of free trade. In closed-door meetings, nameless trade bureaucrats from 146 countries and multinational corporations were now saying, in effect, you can pass your laws in your democratically elected legislatures to protect workers or the environment. We’ll just overturn them at the WTO.
    Ordinary people were not supposed to know about this. It was all supposed to fly under the radar. The WTO was barely mentioned in the US press. The corporate media – whose parent companies had everythng to gain from secret trade deals-decided on our behalf that we just wouldn’t understand. It was much too complicated for an eight-second sound bite.
    But to the dismay of the powerful, tens of thousands of people from around the world did understand. They descended on Seattle to show this shadow corporate government how people feel when their democracy-and their jobs, environment, and right to participate-is stolen from them.
    They were religious people, trade unionists, doctors and nurses, environmentalists, students, and steelworkers in a global uprising against corporate power.
    As all this was about to unfold, activists confronted a dilemma:What media would cover their action?Protesters knew that the corporate media would belittle or misrepresent them-or completely ignore them.
    A new kind of media rose up in response. People came together with pens and pencils, tape recorders and video camera. An independent media center (IMC) was established in the heart of downtwoon Seattle, with powerful computers that would feed the rold with reports from radio, video and print reporting teams  set up in the streets. Rather than allow this uprising against corporate power to be viewed through a corporate lens, they were determined to get as close to the story as possible. They would become the media.
    Tens of thousands of marchers were tear gassed and shot with rubber bullets and pepper spray. The mayor of Seattle declared martial law for the first time since WWII. The city established „no protest zones“.
    As the onslaught unfolded in the sstreets-and the networks in NY and Atlanta scrambled to buy plane tickets and book hotel rooms from which to cover it-this new independent media movement swung into action. When one person carrying a video camera would be tear gassed and arrested, they would hand that video camera on to the next perso. My colleagues and I from Democracy Now! spent many long hours in the streets, with journalists from the IMC, being gassed and harassed by police dressed in black futuristic body armor as we attempted to report what was happening to the world.
    While the networks were quoting the police saying that they weren’t using rubber bullets, independent media reporters wer uploading minute by minute images as we all picked up the bullets off the street by the handful. While the networks caricatured protesters, showing an endless loop of a single smashed store window, the IMC reporters were interviewing the mothers, fathers, daughters, and sons who had come together to protest against the threat that the WTO posed to their communities. In the IMC dispatches, these people had real names, real jobs, and real concerns. Other stations wrote „they will not devote coverage to irresponsible or illegal activites“ or their vote „against giving protest groups the publicity they want.“
    If this policy had been applied in the fifties, we might never have heard the name of Martin Luther King, Jr. and his like.
    People are hungry for unfiltered, real time coverage from real people’s perspectives. So hungry that during the „Battle of Seattle“ there were more hits on the brand new website indymedia.org than on cnn.com.
    Even some in the mainstream media were forced to acknowledge that they had been scooped. „The fact of the matter,“ wrote The Christian Science Monitor,“ is that people who really wanted to learn about the WTO and why it upsets so many people, were far better served by these small independent sites than they were by the traditional media, particularly television“. „While independent media provided edgy, fresh, dramatic video of the events, „noted the Monitor, „traditional media countered with „repeated footage of a couple of incidents and interviews with establishment talking heads that the network and cable news  operations favored.“
The article ended with a bold prediction: „It wouldn’t be surprising for one or two of these independent media centers to develop into a major media source, especially if they continue to function on the sort of „open source“ reporting model seen in Seattle.
    „After all, the open-source movement is reshaping the business world. Who says it couldn’t happen to us in the media as well.“
   
A People’s Media
Corporations have been gaining unprecedented power through globalization. Of the hundred largest economies right now, more than half of them are not countries-they are corporations. The whole concept of the nation-state is being called into seriou question. What the 2.
corporations fear most is that grassroots activists and independent jounalists will utilize the same model that companies have used to grab poser: globalization. Grassroots globalization.
    It’s already happening. Inspired in part by Seattle, a media democracy groundswell has grown up to challenge the concentration of media ownership that freezes out independent voices. IMSs are cropping up all the time, all over the world. Today, there are more than a hundred IMC’s across the globe. People are educating one another, learning to use the Internet to fill the vast voids left by the corporate media. This media and democracy movement is a budding revolution. It is a bold, new grassroots medi for a new millennium of resistance.
    Democray Now! has now become the largest public media collaboration in the US. We use all means of getting to people: broadcasting on hundreds of radio and television stations, audio and video streaming on the Internet, satellite TV, and broadcasting internationally on shortwave radio. Democray Now! goes to communities and informs people that they have access to public channels. By doing this Democracy Now! does what IMC in Seattle did: show the mainstream media there’s a market for real people’s news. Every community can mocel their own human right, grass roots news shows to bring together the local and the global. It’ all part of a continuum. They have just as much responsibility to represent the full diversity of views in the US and not just beat the drums of war or provide cover for the powerful and their governments and corporations.
Hope and Victories
    Never doubt for a moment that a small group of committed, thoughtful people can make a diffence. Indee, it’s the only thing that ever has.“ Margaret mead said tis more than half a century ago. In the troubled times in which we now live – when corporate power sometimes seems invincible, the silence in the mainstream media seems deafening, and true democracy  seems like a far-off dream – where do we look for hope?
    Try death row in Illinois. In Jan. 2003, Governor George Ryan, a conservative Republican who co-chaired the 2000 Busch presidential campaign in Illinois, commuted the sentences of 163 death row inmates and pardoned 4 more. „Because the Illinois death penalty system is arbitarary and capricious-and therefore immoral-I no longer shall tinker with the machinery of death,“ declared this rock ribbed conservative.
    Ryan did not take this brave and controversial action on a whim. It grew out of years of lonely and thankless grassroots activisim against the death penalty. It happened becase mothers of men on death row never gave up the struggle to exonerate their sons. It happened becasuse Northwestern University students, led by an impassioned professor named Dave Protess, began investigating the cases of men on death row, sometimes reacking down the actual murderers. And it happended because a pair of crusading investigative reporters at an influential mainstream paper, the Chicago Tribune, painstakingly exposed the racist and fraudulent bases of one case after another.
    Together, the mothers, the activists, the students, and the reporters completely changed the way the death penalty was viewed in Illinois – even by the governor. It was a powerful confirmation of what was being said by people at the Illinois Coalition Against the Death Penalty. „The only way that the death penalty can survive is if no one tells the truth about it.“
    The same could be said of Henry Kissinger. While many in the US still see Nixon and Ford’s former secretary of state as an elder statesman, the rest of the world sees him as a war criminal, responsible for the deaths and suffering of millions in Chile, Vietnam, Laos, Argentina, East Timor and Cambodia to name a few. When he want to travel internationally, Kissinger now checks with the State Department to see if he’ll be safe. He fears he could meet the same fate as his old crony, Chilean dictator General Augusto Pinochet, who was arrested on war crimes charges during a medical visit to England.
    Even in the US, Kissinger has begun to feel  the heat-thanks in large part to reporters such a Seymour Hersh who has doggedly chronicled the abuses of the old war criminal for thirty years. When Pres. George W. Bush named the former secretary of state to head a commission investigating the 9/11 attacks, there was a public outcry. At long last, Kissinger’s sordid human rights record came back to haunt him, and he was forced to resign from the commission in disgrace. Kissinger’s lifelong contempt for human rights was finally coming back to dog him.
We can find hope in many other places. In East Timor for example where a new nation has been founded, and in Tulia Texas where wrongly convicted African American citizens who were freed and pardoned in 2003.
    What does America represent in this world? People around the world see the US in two ways.
    The sword...The US provides so many of the weapons that repressive regimes use to kill their own people. In East Timor, as in Guatemala, Nigeria, El Salvador, Iran, Irak, and Chile to name a few immoral policies of successive US administrations have tragically placed this nation on the wrong side of justice.

...And the shield. They know we have the power to stop attacks instead of mounting them, and to fight injustice, brutality, and tyranny. During the massacre in East Timor, they saw that shield bloodied.
    Today, millions of people around the world tremble at the might of the greatest superpower on earth. But the true power of this country does not lie in ist military, government, or corporations. It lies with individual people struggling every day to better their communities. We muct build a trickle-up media that reflects the true character of this country and ist people. A democratic media serving a democratic society. We have to make a decision every day;whether to prepresent the sword or the shield.

Amy Goodman and David Goodman
The Exception to the Rulers
Hyperion, NY
2004

 Amy Goodman

Wahlmännergremium

Wie der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird
Der folgende Text ist ein kurzer Leitfaden zum Verständnis des amerikanischen Wahlmännergremiums, den wir mit Unterstützung des Federal Registers zusammengestellt haben.

Frage:  Was ist das Wahlmännergremium?
Antwort: Die 538 von den Bürgern der 50 Bundesstaaten und des Districts of Columbia, bekannt als „Washington D.C.“ gewählten  „Wahlmänner“, die den Präsidenten wählen.

Frage: Steht dies so in der Verfassung?
Antwort: Das „Wahlmännergremium“ taucht in der Verfassung nicht auf, wohl aber der Begriff „Wahlmänner“ und daraus entwickelte sich im Sprachgebrauch das „Wahlmännergremium“.

Frage: Warum wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt?
Antwort: Die Väter der Verfassung wollten so die  kleinen Staaten stärken, aber sie waren auch der Meinung, dass die Regierenden von vertrauenswürdigen und gebildeten Leuten gewählt werden sollten, die von ihren Nachbarn für diese Aufgabe bestimmt worden waren.

Frage: Wie viele Wahlmänner kommen auf jeden Bundesstaat?
Antwort: Jeder Staat plus der District of Columbia hat mindestens drei Wahlmänner. Größere Bundesstaaten haben - entsprechend der Anzahl ihrer Sitze im Repräsentantenhaus -  mehr. Hinzukommen pro Staat noch jeweils die beiden Senatssitze. Der bevölkerungsreichste Staat Kalifornien hat 55 Wahlmännerstimmen, das dünnbesiedelte Wyoming, stellt ebenso wie die sieben Bundesstaaten mir nur einem Abgeordneten im Repräsentantenhaus drei Wahlmänner. Demografische Schwankungen wirken sich ebenfalls auf die Anzahl der Wahlmänner eines Bundesstaates aus.

Frage: Ist die Gewichtung der Wahlmännerstimmen in allen Bundesstaaten gleich?
Antwort: Nein, 48 Staaten haben ein „Alles oder nichts-Wahlsystem“, was bedeutet, dass einem Kandidaten selbst bei nur einer Stimme Vorsprung alle Wahlmännerstimmen des Bundesstaates zufallen.
In Maine und Nebraska dagegen werden die Wahlmännerstimmen entsprechend den Ergebnissen in den einzelnen Wahlbezirken verteilt.

Frage: Tritt das Wahlmännergremium  zusammen?
Antwort: Nach den Wahlen vom 2. November werden sich die Wahlmänner am 13. Dezember in ihren Staaten versammeln und ihre Stimmen abgeben. Am 5. Januar werden die Stimmen im Kongress offiziell ausgezählt.

Die Kritik am Wahlmännergremium nimmt zu
Angesichts des Wahldebakels in Florida vor vier Jahren wird die Kritik am Wahlmännergremium immer lauter und die Debatte über eine Änderung des Wahlmodus immer intensiver.
Zwei Kongressabgeordnete haben bereits einen Entwurf für eine Verfassungsänderung zur Abschaffung des Wahlmännergremiums eingebracht. Ihr Vorschlag hat kaum Chancen angenommen zu werden, aber er wirft Fragen auf, wie zeitgemäß und fair ein 200 Jahre altes Wahlverfahren des „Alles oder nichts“ noch sein kann. Denn nach geltendem Wahlrecht wählen die Bürger bei der Präsidentenwahl lediglich die Wahlmänner ihres Bundesstaates, meist Parteivorsitzende oder Beamte. Wie viele von den insgesamt 538 Wahlmännern jedem der 50 Staaten und dem District of Columbia zustehen, hängt vor allem von der Einwohnerzahl ab. 6 Wochen nach der Wahl versammeln sich die Wahlmänner eines jeden Staates, um ihre Stimme für ihren Kandidaten abzugeben.

„Jede Bürgerstimme zählt“ das ist die Forderung des republikanischen Abgeordneten Gene Green aus Texas, der zusammen mit seinem Parteifreund Brian Baird aus Washington den Gesetzesentwurf eingebracht hat.

In Colorado wird am 2. November auch über die Abschaffung des in 48 Bundesstaaten gültigen  „Alles oder nichts“ Systems abgestimmt. Stimmen die Wähler für diesen Vorschlag, dann werden bereits die Wahlmännerstimmen für diese Präsidentenwahl entsprechend der abgegebenen Bürgerstimmen aufgeteilt.
In Maine und Nebraska dagegen entscheidet die Summe der gewonnenen Wahlbezirke über die Anzahl der Wahlmännerstimmen.
In den Augen der Befürworter entspricht die Colorado-Initiative dem Grundsatz „ein Mensch, eine Stimme“. Da der Gesetzesvorschlag bei seiner Annahme sofort umgesetzt werden würde, behaupten seine Kritiker, dass es sich dabei um Wahlhilfe für den demokratischen Kandidaten John Kerry handeln würde. Wäre dieses Wahlsystem 2000 in Colorado  gültig gewesen, hätte Al Gore -  unabhängig vom Ausgang des Streites um die Stimmenzählung in Florida - die Wahl zum Präsidenten gewonnen.
Seit seinem Bestehen gab es bereits mehr als 700 Versuche, das Wahlmännergremuim zu ändern. Die Väter der Verfassung sahen in dem System der Wahlmänner – sie sprachen nie von einem „Wahlmännergremium “ – eine Möglichkeit, die Rechte kleiner Staaten zu unterstützen und gleichzeitig waren sie der Ansicht, dass die Wahl der Regierungsverantwortlichen einer Nation von weit verstreut lebenden Analphabeten nur gebildeten und informierten Bürgern anvertraut werden sollte.
Für Gene Green hatte das Wahlmännergremium eine Berechtigung, als es noch keine Kommunikationsmittel gab, als nur wenige Menschen lesen und schreiben konnten und die Wähler nur die Menschen aus ihrem engsten Umkreis kannten. Doch diese Zeiten sind lange vorbei.

Michael Munger, der Vorsitzende des Departments für politische Wissenschaft an der Universität von Duke bedauert, dass sich das politische Interesse im laufenden Wahlkampf nur auf weniger als die Hälfte aller Bundesstaaten konzentriere. „Zuviel Wirbel um einige wenige Stimmen“ meint er und plädiert für eine nationale Stimmenverteilung, weil damit die Möglichkeit des Wahlbetrugs reduziert würde und man nach einem knappen Wahlausgang beim endlosen Nachzählen kaum mehr plötzlich zusätzliche Stimmzettel „finden“ könnte. Für Florida hätte das bedeutet, dass man lediglich um 1 statt um 25 Stimmen gekämpft hätte und damit den Wahlausgang 2000 in keine der beiden Richtungen beeinflußt hätte.
Munger kritisiert auch, dass die größten Staaten, also New York, Texas und Kalifornien, von Kerry und Bush im Wahlkampf praktisch ignoriert worden seien, weil dort der Wahlausgang bereits feststeht – New York und Kalifornien für Kerry, Texas für Bush. Außerdem hätten nicht alle Bürgerstimmen das gleiche Gewicht. Kalifornien, der größte Staat, hat etwa 70 mal mehr Einwohner als Wyoming, der kleinste. Kalifornien hat mit 55 aber nur 18 mal mehr Wahlmännerstimmen als Wyoming mit 3, somit wiegt für das Wahlmännergremium eine Bürgerstimme in Wyoming das Vierfache einer kalifornischen Stimme.

Andere Wissenschaftler sind gegen eine Änderung des Wahlverfahrens. So zum Beispiel Robert Loevy, ein Politikwissenschaftler am Colorado College, er gehört einer Gruppe an, die gegen die Einführung des Verhältniswahlrechtes protestiert. Er fürchtet, dass Colorado in Zukunft an Bedeutung verlieren würde, weil die Kandidaten nicht mehr um  9 Stimmen, sondern nur um 1 kämpfen müßten, denn der Wahlausgang in Colorado war schon immer äußerst knapp. Nach einer Systemänderung hätte der Gewinner lediglich einen 5 zu 4 Vorteil - zu wenig für spannende Wahlkämpfe.

Loevy glaubt allerdings, dass der Entwurf angenommen werden könnte, wenn die Wähler am 2. November auch zur Wahl gehen. Dem Verlierer wären nach dem neuen System auf alle Fälle 4 Wahlmännerstimmen sicher.



Electoral College

What is the Electoral College?
Here is a primer on the Electoral College, based on information from the Federal Register. Q. What is the Electoral College? A. It is a collection of „electors“, chosen by the people of each state who then choose the president. There are 538 electors spread across the 50 states and the District of Columbia (Washington D.C.) Q. Is it in the Constitution? A. The term „Electoral College“ never appears in the Constitution. But it does refer to „electors“. Electoral College is an informal term that arose many years ago. Q. Why do it this way and not through a popular vote? A. The founders were partially concerned about protecting the voice of small states in elections. They also thought it best that leaders be chosen by trustworthy and educated people selected by their neighbors. Q. How are electors apportioned to the states? A. Each state and the District of Columbia gets a minimum of three electors. Larger states are given more, based on their total number of seats in the U.S. House of Representatives. You can calculate each state’s electoral votes by adding two (the number of senators) to a state’s number of House members. California, the most populous state, has 55 electoral votes. Wyoming, the least populous, has three (along with the seven other states that have one House member). After each national census, some states lose electors and others gain them based on population trends. Q. Do all states apportion electors the same way? A. No. Forty-eight states currently have a winner -take-all system, where if a candidate wins a state by even one vote, that candidate gets all of the state’s electors. Maine and Nebraska divide up their electors depending on who wins the popular vote in each congressional district. Q. Does the Electoral College actually meet? A. After the Nov. 2 general election, electors will meet in each state on Dec. 13 to record their votes. On Jan. 5, the votes will be counted in Congress.

Electoral College debate intensifies
The quadrennial questiong of the Electoral College has greater intensity in 2004, in the wake of the dispute over Florida in the lst election and fresh attempts to change the way Americans elect their president.
Two congressmen have introduced a bill that would abolish the use of electors, which the founders established in the Constitution to elect presidents and vice presidents. The bill is not expected pass, but it has raised the viability and fairness of using a winner take-all system in a nation that is far more populous and far different than when the founders wrote the Constitution more than two centuries ago.

Currently, Americans vote for a slate of electors – usually party leaders or officials – when they cast ballots for president. There are 538 electors spread over 50 states and the Districht of Columbia, based on population. They gather in their states about six weeks after the election to cast ballots for the slate they pledged to.
„Every citizen’s vote should count in America, not just the votes of partisan insiders in the Electoral College“, said Rep. Gene Green, D-Texas, who sponsored the bill along with Rep. Brian Baird, D-Washington.
In addition, Colorado voters will decide in the Nov. 2 election whether to abandon the winner-take-all provision now followed in 48 states and apportion ist nine electoral votes based on the state’s popular vote. If so, Colorado would be the first state to do that. Maine and Nebraska currently have provisions dividing their electoral votes based on the winners of congressional districts.
Proponents say the Colorado initiative adheres more to the principle of one person, one vote. But because  the initiative would go into effect immediately if it passes, critics claim it is a stalking horse to help Democratic presidential candidate Joohn Kerry peel away a few electors in what could be a very close election. Had the Colorado system been in place in 2000, Al Gore would have won the presidency regardless of the outcome of the Floria ballot recount fight.
There have been more than 700 attempts to change the Electoral College since its inception. The founders saw electors (they never used the term „Electoral College“) as a way to protect small state interests. They also envisioned electors as educated and connected citizens who would have better insight on leaders in a nation beset by illiteracy and isolation.

„The Electoral College was necessary when communications were poor, literacy was low and voters lacked information about out-of-state figures, which is clearly no longer the case,“ Green said.

Michael Munger, chairman of the political schience department at Duke University, said too much of the country is ignored in the current political atmosphere, in which national presidential campaigns are often concentrated in less than half the states.

„Too much rides on a few votes,“ said Munger, who would support a nationwide system of apportioning electoral votes. He said that would reduce the possibility of fraud in close elections because it would „sharply reduce the incentives for „finding“ extra ballots in endless recounts.“ Florida, for example, would have been a fight over one electoral vote, not all 25- probably not enough to sway the 2000 election either way, he said.

Munger also pointed out a common complaint, that the biggest states – New York, Texas and California – have been virtually ignored by Kerry and President Bush because they are perceived to be strongly in one camp or the other (NY and Cal for Kerry and Texas for Bush). In addition Munger said, not all voters have the same impact on the Electoral College.

For example, the largest state, California, has roughly 70 times the population of the smalles, Wyoming. But California has only about 18 times the Electoral College votes (55 to 3). That means a vote in Wyoming has potentially four times the impact in the Electoral College.

But other scholars disagree with efforts to change the college.
Robert Loevy, a political scientist at Colorado College, has joined a group opposing that state’s efforts to change to a proportional system. He said it would mean that colorado would be ignored in future elections because instead of fighting for ist nine electoral votes, candidates essentially would be vying for one. The state’s elections are perennially close enough, he said, that the winner would take only a 5-4 advantage out of the state.

„It means Colorado would never be a battlegound state again,“ Loevy said.

Still, he said he thinks the Colorado initiative has a chance to pass when voters go to the polls Nov. 2. The provision would mean that the loser in the state would be virtuall guaranteed four electoral votes.

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